Bevor ich sterbe…

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  • 1031
  • 978-3-95747-018-8
  • 84
  • fest gebunden
  • 21,3 x 21,5
  • 2014
Etwas ist anders zwischen Stadtpark und Einkaufszentrum: Passanten verlangsamen ihre Schritte,... mehr
Produktinformationen "Bevor ich sterbe…"

Etwas ist anders zwischen Stadtpark und Einkaufszentrum: Passanten verlangsamen ihre Schritte, selbst Autos fahren bedächtiger. Manche bleiben gar stehen. Was lässt sie innehalten, was bringt sie aus dem Takt, was weckt ihre Aufmerksamkeit? Es ist eine großflächige Wand, die am Haus der katholischen Kirche angebracht ist, darauf der angefangene Satz: »Bevor ich sterbe, möchte ich …«. Die Leute nehmen die Einladung an, greifen beherzt in den Kreidekasten und vervollständigen den Satz. Verwundert, neugierig, nachdenklich, amüsiert oder kopfschüttelnd stehen Andere davor, um das bunte Gekritzel zu entziffern, das sich dort Tag für Tag mit einer erstaunlichen, teilweise hemmungslosen Vitalität zeigt. Jeden Tag ist das so. Vier Wochen lang. Jeden Tag Menschen vor der Wand. Junge, Alte, Frauen, Männer. Allein oder in kleinen Gruppen. Lesend, schreibend. Jeden Tag ein ganzes Arsenal von Botschaften: Bekenntnisse, Schwüre, Banales und Hintergründiges verflochten miteinander. Komisches, Absurdes, Sinnliches stand neben vertraulichen Mitteilungen und geheimnisvollen Andeutungen: die Fahrt auf dem Hundeschlitten, die Reise nach Armenien, das Fest des Lebens mit Freunden, die Flasche Petrus und die Wanderung nach Pontresina; der Dank an das Leben und die Beharrlichkeit der Liebe. Das farbige Ensemble der Worte und Zeichen auf der Wand gab einen erfrischend inspirierenden Blick frei auf ein unerschöpfliches Reservoir an realen oder utopischen Wünschen, die danach gieren, gelebt zu werden. Ein anregendes Archiv der Möglichkeiten, keine Lyrik, keine letzten Weisheiten, nichts Schwerfälliges, keine testamentarischen Gesten. Auf den ersten Blick jedenfalls überwog das Spielerische, die ungekünstelte, aufrichtige Prosa des Alltags. Manches ließ gar an einen fröhlichen Beutezug ins Reich der Phantasie denken: eine Nudel sein, ein Einhornbaby, ein Pinguin unter Indianern.

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